Die Stimmführer von morgen
09.03.2010
 
 
Von Susanne Walter
Heilbronn - Am frühen Samstag Abend wurde unter der Glaspyramide in der Heilbronner Kreissparkasse einmal mehr die Brücke geschlagen zwischen dem, was monatelang an mühevollem Üben in den Kinder- und Jugendzimmern der Region ablief und dem, was die besten Teilnehmer des Regionalwettbewerbs "Jugend musiziert" in den entscheidenden Minuten im Michael-Beheim-Saal der Städtischen Musikschule Weinsberg vor wenigen Wochen als Belohnung dafür herausholten.

 

Weiterleitung Mit einer Ausnahme, dem Vokalensemble Ricarda Senghaas und Christian Adolph, das wegen Krankheit nicht auftreten konnte, zeigten 40 junge Musiker, die sich nicht nur einen ersten Preis, sondern gleich eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb erspielt haben, ihr Können und ihr Talent. In der solistischen Wertung standen beim 47. Regionalwettbewerb diesmal die Streicher und Percussionisten. Holz- und Blechbläser wurden im Duo gewertet, Sänger ebenfalls im Ensemble.

 

Optimales Lernen An Beliebtheit hat das musikalische Wetteifern um die ersten Plätze nichts verloren. Das zeigt schon die hohe Teilnehmerzahl von 240. Die Anmeldungen sprengten erst kurz vor dem Stichtag den Briefkasten. Erleichtert stellte Anne Vanorek, Leiterin und Hauptorganisatorin bei "Jugend musiziert" von der Städtischen Musikschule Weinsberg in ihrer kurzen Ansprache fest: "Es gibt sie noch, die Kinder, die trotz G8 und Ganztagesschule ihren Biss in das möglichst optimale Lernen eines Instruments stecken."

 

"Die Freude am Spielen, nicht etwa das verbissene Siegen, soll weiterhin die zentrale Antriebsfeder sein", formulierte Professor Jörg Faerber, Ehrenvorsitzender des Wettbewerbs, sorgfältig in seinem Grußwort. In den meisten Gesichtern stand sie, die kindliche Verspieltheit, die Freude am Über-die-eigenen-Grenzen-Hinauswachsen und der Stolz, an diesem Samstag Abend vor rund 400 Zuhörern in der Kreissparkasse Heilbronn spielen zu dürfen.
Moderne Literatur sorgte für witzige Effekte: Gleich der Auftakt, eine Sonate von Harald Genzmer für Violine und Klavier von Leonie und Miriam Odenwälder gespielt, legte den Hörern ein Lächeln auf die Lippen. Unter der Glaspyramide waren die Stuhlreihen dicht belegt bis weit in den Raum hinein von Fans der potenziellen Stimmführer von morgen.

 

Fingerfertigkeit Musikalisches Selbstbewusstsein, ein Gefühl für Virtuosität und die Fähigkeit, sie souverän im entscheidenden Moment auszuspielen, selbstverständliche Fingerfertigkeit und starke Nerven, die halten und nicht zerreißen, wenn es ernst wird - das alles ist im Ansatz schon freigelegt und entwickelt bei Jan Philip Mantsch, Kerstin Reichert, Jonas Imkampe, Daniel Hagenmayer, David-Raphael Lang, Annika Schmidt, Vanessa Oster, Christian Böh, Daniel Koch, Corinna Solochin, Finn Laurin Stump, Olga Arnakuliyeva, Tobias und Estehr Gassert, Annalena Kohde, Paul Postoronka, Dominic Huang, Manuel Töws, Ansgar Schwarzer, Laura Jesser, Jennifer Ferreira Schmidt, Jakob Imkampe, Anna und Enya Unbehauen, Adriana Schubert, Caroline Engelhardt, Isabell Zehaczek, Robert Weis-Banaszczyk, Julia Hafenbrak, Louise Engel, Daniela Töws, Yannik Schanz, Michael Reuss, Debora Preuss, Tanja Stromsky, Julia Altenberend und Christina Töws.

 

Quelle HST.


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